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Veröffentlicht am 11.11.2015, 18:27 Uhr     Druckversion

Solidarität mit dem Betriebsratsvorsitzenden der Meyer-Werft

Am Freitag, dem 18. September 2015, wurde der Betriebsrat der Meyer Werft von der Geschäftsführung in Kenntnis gesetzt, dass diese dem Betriebsratsvorsitzenden Ibrahim Ergin fristlos kündigen will. Der Vorwurf lautet, dass der Kollege Ergin in den Jahren 2011 und 2012 junge Werftarbeiter genötigt haben soll, in die Gewerkschaft einzutreten. Diese Begründung ist nicht nachvollziehbar und sowohl juristisch als auch politisch mehr als fragwürdig. Ziel der Geschäftsführung der Meyer Werft scheint vielmehr zu sein, mit dieser Maßnahme die Arbeitnehmervertreter, die Belegschaft und die IG Metall einzuschüchtern. Sich gewerkschaftlich zu organisieren und für Gewerkschaften zu werben, ist grundgesetzlich geschützt und die Basis, um Arbeitnehmerinteressen wirksam vertreten zu können. Bisher war die Meyer-Werft für Ihre vorbildliche Sozialpartnerschaft bekannt. Die jüngsten Ereignisse stehen nun allerdings in krassem Gegensatz zu dieser Tradition. Auch die Gründung einer Holding in Luxemburg durch die Meyer-Werft um die Bildung eines mitbestimmten Aufsichtsrats zu verhindern, muss in diesem Zusammenhang erwähnt werden. Am Montag, dem 21.09.2015, hat der Betriebsrat einstimmig beschlossen, der Kündigung zu widersprechen. Auf einer Betriebsversammlung haben sich die Beschäftigten der Meyer Werft ebenfalls hinter ihren Betriebsratsvorsitzenden gestellt. Es gibt eine breite Solidaritätsbewegung mit Ibrahim Ergin. Viele Betriebsräte, Vertrauensleute, Gewerkschaften, Verbände und auch viele Politiker haben Herrn Meyer aufgefordert, das Kündigungsverfahren zu stoppen.

Die AfA Nord-Konferenz erklärt ihre Solidarität mit Ibrahim Ergin und fordert Herrn Meyer auf, die Kündigung unverzüglich zurückzunehmen!

Gunter Wachholz AfA Braunschweig, Wolfgang Jägers AfA Bremen, Renate Kleinfeld AfA Hamburg, Hans-Jürgen Licht AfA Hannover, Frank Hornschu AfA Schleswig-Holstein, Harald Helling AfA Weser-Ems, Uwe Michaelis AfA Mecklenburg-Vorpommern.

Homepage: AFA-Schleswig-Holstein


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