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Offener Brief des AfA-Landesvorstandes SH

Veröffentlicht am 17.05.2017, 17:05 Uhr     Druckversion

Liebe Genossinnen und Genossen, in Anbetracht der aktuellen Diskussionen innerhalb des SPD-Landesverbands zum Ausgang der Landtagswahl vom 7. Mai diesen Jahres möchten wir uns zu Wort melden:

Gemeinsam haben wir mit großen Mehrheiten unser Programm, Personal und unsere Kampagne zur Landtagswahl abgestimmt.

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Wir wussten allesamt, dass wir mit Torsten Albig den richtigen Ministerpräsidenten und Spitzenkandidaten haben. Er hat die Küstenkoalition in brillanter Qualität zum Wohle Schleswig-Holsteins geführt. Torsten hat mit seinem Politikstil das Land geeint. Er hat die Gräben, die die schwarz-gelbe Koalition verursacht hat, zugeschüttet und in eine gute Politik für alle Menschen im Land wandeln können. Torsten steht für Zukunftsfähigkeit, Modernität und Humanismus. Er war ein guter Ministerpräsidenten und diese Anerkennung und Achtung sollten wir ihm auch jetzt noch zollen. Wir wussten allesamt, dass wir mit Ralf Stegner einen exzellenten Landes- und Fraktionsvorsitzenden haben, der in seiner Funktion als stellvertretender Bundesvorsitzenden unsere politischen Ziele tief im bundespolitischen Alltag verankert. Ralf ist der Architekt für die konsequente Wiederbelebung unserer Themen der sozialen Gerechtigkeit, der Gebührenfreiheit von der Kita bis zur Hochschule, der gute Ausbildung und Arbeit, von Frieden und all dies uneingeschränkt für alle Menschen. Er ist zudem ein Unterstützer und Frontmann von gewerkschaftlichen Themen und Inhalten. Und somit haben sich sehr, sehr viele von uns im Wahlkampf hoch engagiert. Sehr viele, auch insbesondere neue Mitglieder, haben viel freie Zeit, Kraft und Energie eingesetzt und sich höchst kreativ für unsere Inhalte eingesetzt - alle jenen gilt dafür Dank und Anerkennung! Und dennoch haben wir unsere Wahlziele nicht erreicht. Wir haben die Wahl verloren. Das ist für uns alle - und eben nicht nur für wenige - eine sehr, sehr große Enttäuschung! Aber Enttäuschung darf nicht zu überschnellen Schuldzuweisungen einzelner verleiten, ohne die Gesamtverantwortung zu betrachten. „Wir gewinnen gemeinsam und wir verlieren ge-meinsam.“ Wir haben im Landesparteirat am 8. Mai 2017 eine erste Analyse zum Ausgang der Land-tagswahl vorgenommen. Dabei wurde, nach unserer AfA Wahrnehmung, mit Respekt und Wertschätzung in seriöser Art und Weise eine erste Einschätzung vorgenommen. Es wurde, so unser Eindruck, Einvernehmen darüber erzielt, dass diese erste Einschätzung nur vorläu-fig sein dürfte und weitere Diskussionen in den Ortsvereinen, Kreisverbänden und Arbeits-gemeinschaften erforderlich sind. Und im Anschluss daran zu einem weiteren Landespartei-rat eingeladen werden soll, damit eine gemeinsame Auswertung vorgenommen werden kann. Wir, die AfA, halten diese Verabredungen für zielführend. Wir werben dafür diesen Weg weiterzugehen. Zu dem jetzigen Zeitpunkt Konsequenzen zu fordern, halten wir für extrem verfrüht und auch für grundlegend falsch, da sie nur ungerecht wirken können - eben weil eine seriöse Aufarbeitung versagt werden würde. Dies hätte, so unsere Auffassung, zur Folge, dass sich weite Teile unseres Landesverbands nicht wie erforderlich im Bundestagswahlkampf enga-gieren könnten. Gerade jetzt ist es enorm wichtig nicht rückwärts sondern vorwärts mit erhobenem Haupt die nächste Wahl anzugehen. Dazu gehört aber auch genügend Demut für eine verlorene Wahl aufzubringen und nicht vorschnell sich nach vorne zu drängen. Interner Streit lähmt und spielt nur unseren politischen Kontrahenten in die Arme. Deshalb setzt sich die AfA SH im gesamten Landesverband dafür ein, dass wir uns gemein-sam gegenüber mit Respekt, Wertschätzung und Solidarität begegnen und wir gemeinsam in dieser Haltung die Landtagswahl mit unserem Verstand und mit unserer Vernunft aus-werten. Lasst uns in diesem Sinne zusammenstehen und uns auf unsere Ziele konzentrieren.

Homepage: AFA-Schleswig-Holstein


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