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Veröffentlicht am 01.05.2010, 14:45 Uhr     Druckversion
Frühschoppen des DGB in Kappeln am 1. Mai

Am traditionellen DGB-Frühschoppen zum Tag der Arbeit am 1. Mai von 9 bis 11 Uhr im Schlei-Bistro am Deekelsenplatz in Kappeln nehmen von Jahr zu Jahr mehr Kolleginnen und Kollegen teil. In diesem Jahr waren wir etwa 100. Peter Schramm, Ortsvereinsvorsitzender von ver.di Kappeln, hielt die Begrüßungsworte und war besonders erfreut, dass neben der ver.di-Bezirksgeschäftsführerin Ute Dirks und der DGB Kreisvorsitzende Holger Groteguth,
auch der amtierende SPD-Kreisvorsitzende Ralf Wrobel
und Birte Pauls (Mitglied des Landtags) der Einladung gefolgt waren.
Es waren aber auch viele Kolleginnen und Kollegen von der AfA Schleswig-Flensburg anwesend.

Ute Dirks sprach in ihrer Rede über die Themen gute Arbeit, gerechte Löhne und einen starken Sozialstaat an. Die ver.di Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn waren ein Schwerpunkt. Es gibt allein im Kreis Schleswig-Flensburg rund 2000 Menschen, die vollbeschäftigt arbeiten, aber von ihrem Einkommen nicht leben können. Deren Löhne müssen mit Hartz IV aufgestockt werden. Der Steuerzahler subventioniert auf diese Weise Arbeitgeber, die ihren Beschäftigten pro Stunde fünf bzw. sechs Euro oder weniger zahlen. Besonders davon betroffen sind der Pflegebereich, die Gastronomie und auch das Friseurgewerbe. Die Kündigung des Rahmenvertrags für die Wiedereingliederungshilfe durch die Kreistage im Land SH wurde von Ute Dirks kritisch behandelt. Die Landräte wollen da 100 Millionen Euro einsparen. Das wäre nur mit massiven Einschnitten bei den Personalstandards und der Betreuung möglich. Der zurzeit noch größte Arbeitgeber in Kappeln mit den 400 Beschäftigten der Kappelner Werkstätten allein in Sundsacker ist von diesen Kürzungen massiv betroffen.
Holger Groteguth richtete im Anschluss seine Grußworte des DGB Kreisvorstandes an die Anwesenden.

Es war alles in allem wieder eine gute Veranstaltung und stärkte das Miteinander und das „Wir halten zusammen“ der Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter.

Homepage: AfA Schleswig-Flensburg


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