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Gentechnisch veränderte Organismen

Veröffentlicht am 09.03.2011, 15:06 Uhr     Druckversion

Abweichen von Nulltoleranz für gentechnisch veränderte Organismen ist nicht die richtige Antwort auf Eiweißmangel
Europa ist bei der Herstellung von Futtermitteln in besorgniserregendem Maße von der Einfuhr von Eiweißpflanzen abhängig. Davon zeigen sich die Abgeordneten des Europäischen Parlaments überzeugt. In ihrem am Dienstag in Straßburg angenommenen Bericht sprachen sich die Europaabgeordneten dafür aus, mit der Reform der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik die einheimische Eiweißpflanzenerzeugung zu fördern.

„Jährlich werden über 40 Millionen Tonnen Eiweißpflanzen, größtenteils Sojabohnen und Mais in die EU importiert, dabei brächte eine höhere heimische Produktion beträchtliche ökologische Vorteile,“ erläutert die schleswig-holsteinische SPD Europaabgeordnete. So würde der verstärkte Einsatz von Eiweißpflanzen in der Fruchtfolge beispielsweise dem Verlust von Biodiversität ebenso entgegen wirken, wie Bodenerschöpfung und Grundwasserverschmutzung. Rodust würdigt den Bericht als wichtigen Bestandteil der Diskussion um die Reform der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik, bedauert aber, dass er in der Abstimmung in sinnverändernder Weise abgewandelt wurde: „Dass Konservative und Liberale in der Abstimmung Änderungsanträge durchsetzen konnten, die den Proteinimport erleichtern und die Nulltoleranz für gentechnisch veränderte Organismen bei Eiweißimporten in Frage stellen ist mir unverständlich.“

Homepage: Ulrike Rodust, MdEP


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