Wir reden mit Ihnen! Andrea Nahles und Birgit Herdej├╝rgen im Gespr├Ąch

Veröffentlicht am 24.04.2012, 11:35 Uhr     Druckversion

Foto: K-P Damerau,Hohenlockstedt Um Birgit Herdej├╝rgen und die schleswig-holsteinische SPD zu unterst├╝tzen, war prominenter Besuch in Hohenlockstedt angereist. Andrea Nahles, Generalsekret├Ąrin der SPD, stellte sich gemeinsam mit ihrer Kollegin Birgit Herdej├╝rgen MdL den Fragen der interessierten B├╝rgerinnen und B├╝rgerBei der sehr gut besuchten Veranstaltung war die Palette der Fragen gro├č. ├ťber Betreuungsgeld, Gemeinschaftsschule, KiTa bis zur Energiewende und Ver├Ąnderungen bei den Kommunalfinanzen waren alle Themen vertreten.

Das Betreuungsgeld wurde von den beiden Spitzenpolitikerinnen abgelehnt.
┬äDie so genannte Herdpr├Ąmie ist ein Schritt zur├╝ck in Strukturen, die heute nicht mehr zeitgem├Ą├č sind. Unsere Aufgabe ist es, vielf├Ąltige Betreuungsangebote f├╝r die Kinder zu schaffen, damit gut ausgebildete Eltern ohne schlechtes Gewissen ihrer Arbeit nachgehen k├Ânnen. Die Gelder, die der Bund f├╝r das Betreuungsgeld nutzen will, w├Ąren sehr viel besser in zwei beitragsfreie Kindergartenjahre angelegt┬ô,
sagte die Landtagsabgeordnete.

Andrea Nahles erg├Ąnzte: ┬ä Die KiTa hat auch einen Bildungsauftrag. Viele Kinder sind, wie meine Tochter, Einzelkinder. F├╝r diese Kinder ist es wichtig, schon fr├╝h mit anderen Kindern in Kontakt treten zu k├Ânnen, um soziale Bindungen zu erlernen. Auch ist das Betreuungsgeld f├╝r Geringverdiener eher ein finanzieller Anreiz als ein sozialer┬ô.

Die Gemeinschaftsschule ist f├╝r beide Politikerinnen die Schule der Zukunft. Alle wissenschaftlichen Untersuchungen haben ergeben, dass es f├╝r alle Kinder am Besten ist, wenn alle Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler, m├Âglichst lange gemeinsam lernen. Dieses Prinzip erm├Âglicht die Gemeinschaftsschule, die dann nach neun Jahren zum Abitur f├╝hren kann, am effektivsten.

Auch Fragen zur Kommunalreform und der Standpunkt der SPD dazu, waren Thema des Abends. Einige anwesende Kommunalpolitiker f├╝rchteten das finanzielle Ausbluten der Gemeinden und sahen ihren Spielraum f├╝r freie Entscheidungen immer mehr eingeschr├Ąnkt. ┬äLediglich ├╝ber f├╝nf Prozent der Haushaltsmittel des Kreises Steinburg kann der Kreistag frei entscheiden, alle anderen Mittel sind f├╝r Pflichtaufgaben gebunden┬ô, so Kreistagsabgeordneter J├╝rgen Klein.
Andrea Nahles pl├Ądierte f├╝r einen h├Âheren Spitzensteuersatz und eine Verm├Âgenssteuer, die mehr Geld in die Kasse des Landes sp├╝len w├╝rden.

Birgit Herdej├╝rgen wies auf die Forderung nach einer Weiterentwicklung der Gewerbesteuer hin. Unter Einbeziehung z.B. der Freiberufler soll den Kommunen mehr und stetiger Einnahmen zuflie├čen.

Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung von der Hohenlockstedter Jazzband ┬äFreiraum┬ô, die einige sch├Âne St├╝cke ihres Repertoires zum Besten gaben.






Kommentare
Keine Kommentare