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Wer nur nach Leistung ruft, leistet zu wenig
Herausgeber: Martin Habersaat, MdL am: 31.10.2017, 21:59 Uhr

Diskussion über die Arbeit der Grundschulen in Schleswig-Holstein



Größerer Grundwortschatz nach Klasse 4, mehr Mathematik, frühere Benotung:



Bildungsministerin Prien verlangt von Grundschülerinnen und Grundschülern mehr Leistung.



Martin Habersaat, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und Landtagsabgeordneter aus Reinbek, hält diesen Blick für verkürzt: „Gute Leistungen von Schülerinnen und Schülern sind wichtig. Deshalb freuen wir uns auch über die guten Ergebnisse der letzten IQB-Studien, die die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre belegen. Wer allerdings nur nach Leistung ruft, leistet zu wenig. Und wer die Bedeutung von Noten wegen der besseren Sortierbarkeit von Kindern überhöht, leistet das Falsche.“



Im Schulgesetz heißt es zur Aufgabe der Grundschulen: „Die Grundschule vermittelt Schülerinnen und Schülern grundlegende Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse in einem für alle Schülerinnen und Schüler gemeinsamen Bildungsgang. Dabei ist die unterschiedliche Lernentwicklung der Kinder Grundlage für eine individuelle Förderung ihrer kognitiven, emotionalen, sozialen, kreativen und körperlichen Fähigkeiten.“ Deshalb fordert Habersaat, die emotionalen, sozialen und kreativen Fähigkeiten dürften nicht unter den Tisch fallen. „Grundschule legt das Fundament einer Lernbiografie. Wir wünschen uns Kinder, die mit Freude lernen, die mit Freunden lernen und sich in Gemeinschaft zurechtfinden. Wir wollen Kinder mit Ideen, die Verantwortung für sich und andere übernehmen. Wir wollen Kinder, die zur Selbstreflexion in der Lage sind. Das ist so viel mehr, als es auf Leistung gedrillte Einzelkämpferinnen und Einzelkämpfer sind, die offenbar andere zum Ideal erheben.“


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