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Programm

Programm des SPD-Ortsvereins Hohenlockstedt

Die Hohenlockstedter Sozialdemokraten haben sich für die kommenden fünf Jahre ein  Programm erarbeitet, das konkrete Vorstellungen für die Zukunft unserer Gemeinde enthält. Wir gliedern unser Programm in die Abschnitte Familie und Soziales, Arbeit und Wirtschaft, Verkehr und Umwelt.

Wir treten dafür ein, dass

-     die Interessen der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Hohenlocksetdt den Vorrang vor privaten Vorteilen einer Minderheit haben

-     die Bedürfnisse benachteiligter Gruppen mehr als bisher berücksichtigt werden

-     die wirtschaftliche Nutzung des gesamten Bodens der Gemeinschaft dient und nicht dem Vorteil von Einzelpersonen

-     sämtliche Baumaßnahmen umweltgerecht gestaltet werden.

 

1. Familie und Soziales

1.1. Kindern und Jugendlichen gilt unsere besondere Aufmerksamkeit: Sie sind unsere Zukunft, in die wir nicht genug investieren können.

Wir wollen es allen Kindern ermöglichen, einen Kindergarten zu besuchen, insbesondere den Kindern aus Familien mit geringem Einkommen.

Wir sind gegen das dreigliedrige Bildungssystem, weil es die Kinder für ihre berufliche Zukunft zu früh festlegt und Kinder aus Familien mit geringem Einkommen benachteiligt.

Wir werden die offene und sehr erfolgreiche Jugendarbeit weiter unterstützen, um den Jugendlichen Orientierungshilfe bei der Eingliederung in die Gemeinschaft zu bieten.

1.2. Behinderten und älteren Menschen gilt unsere besondere Aufmerksamkeit: Sie sind der Teil unseres Gemeinwesens, den wir aus sozialen und menschlichen Gründen auf keinen Fall vernachlässigen dürfen.

Wir stehen für eine Gemeinde ein, die  behinderten- und altersgerechte Lebens- und Wohnbedingungen schafft.

Wir treten ein für eine ausreichende ärztliche Versorgung in Hohenlocksetdt und werden dafür sorgen, dass unsere Gemeinde für Ärzte attraktiver wird.

1.3. Wir werden die Wohlfahrtsverbände (DRK, ASB, AWO u. a.) Sportvereine und freiwilligen Feuerwehren sowie die weiteren Vereine (Kleingartenverein, Deutsch-Finnische Gesellschaft, Liedertafel, Musikzug, Verein für Kultur und Geschichte, Gewerbeverein u. a.) weiterhin fördern und unterstützen.

Durch Sportförderung stellen wir sicher, dass auch finanziell schwache Familien Sport betreiben können und der Einzelne durch das Vereinsleben soziale Kompetenz und Integration erfährt.

Das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehren ist ebenfalls eine unverzichtbare Voraussetzung  für die Leistungsfähigkeit unseres Gemeinwesens.

Wir werden uns stets dafür einsetzen, dass die kommunale Selbstverwaltung die freiwilligen Wehren in Hohenlockstedt und den Dorfschaften beibehält.

Das Streben nach sozialer Gerechtigkeit für Arbeitnehmer, Rentner und Familien sowie nach sozialer Sicherheit für Jedermann ist für den SPD-Ortsverein Hohenlockstedt eine bedeutende Voraussetzung für den inneren Frieden.

 

2. Arbeit und Wirtschaft

2.1. Die Wirtschaft hat den Menschen zu dienen. Aus diesem Grunde gilt es, leistungsfähige Betriebe zu fördern sowie den Wirtschafts-,  Industrie- und Gewerbestandort Hohenlockstedt zu sichern und auszubauen. Eine gute und sichere Verkehrsanbindung erhöht die Attraktivität unseres Standorts.

Wir setzen uns dafür ein, dass

-     die B 206 als leistungsfähiger Zubringer zur geplanten A 20 mit dem Ziel geplant und ausgebaut wird, die wichtige Verkehrsanbindung  Hohenlockstedts Richtung Hamburg und Niedersachsen sowie Richtung Lübeck und Mecklenburg-Vorpommern zu verbessern

-     das neue Gewerbegebiet im Ortsteil Hungriger Wolf weiter entwickelt wird

-     der Fremdenverkehr als eine weitere Möglichkeit der Ortsentwicklung mehr ins Blickfeld gerät. Neben bereits vorhandenen Einrichtungen sollten weitere Wander-, Radfahr- und Reitwege ausgewiesen und hergerichtet werden. Projekte wie „Ferien auf dem Bauernhof“ oder „Zimmer frei“ sind denkbare Möglichkeiten, den Fremdenverkehr zu beleben und die Einkommenssituation auf dem Lande zu verbessern.

2.2. Konversion

Die SPD versteht den Abzug der Bundeswehr im Ortsteil Hungriger Wolf als Chance für die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde und schlägt folgende Maßnahmen für die Umwandlung des Militärgeländes zur zivilen Nutzung vor:

-     Ansiedlung flugplatzgeeigneter Betriebe und Kooperation mit dem Technologiezentrum Itzehoe

-     Zügigen Ausbau der B 206 zwischen B 77 und A 23-Anschlussstelle Itzehoe-Nord im Rahmen einer Nordumgehung Itzehoe

-     Entwicklung zu einem Logistikzentrum sowie die Unterbringung weiterer Betriebe in den Gebäuden.

2.3. Überregionale Planungen

Für den SPD-Ortsverein ist die Umsetzung der Ländlichen Struktur- und Entwicklungsanalyse von großer Bedeutung. Hierzu gehören u. a.

-     die Entwicklung gewerblicher Bauflächen im südlichen Bereich (Bereich Belaho, Hesse)

-     verstärkte  Zusammenarbeit mit den benachbarten Gemeinden

-     Verbesserung der regionalen Verkehrsinfrastruktur (Ausbau der B 206 Richtung Westen als Nordumgehung Itzehoes und Richtung Osten als Zubringer zur geplanten  A 20).

3.  Bildung und Integration

3.1. Kinder- und Jugendparlament

Nach der Gemeindeordnung hat die Gemeinde Kinder und Jugendliche bei Planungen und Vorhaben, die ihre Interessen berühren, in angemessener Weise beteiligen.

Wir wollen junge Menschen für das demokratische Gemeinwesen und für demokratische Entscheidungsprozesse gewinnen, indem wir ihnen eine ihren Bedürfnissen angemessene Mitbestimmung einräumen. Das kann in Form eines Kinder- und Jugendbeirats oder -parlaments geschehen.

3.2. Kultur

Wir treten ein für den Erhalt und die Förderung der Bücherei als gemeindlicher Bildungs- und Informationseinrichtung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Im Rahmen vorhandener Haushaltsmittel sollten Veranstaltungen finanziert werden, die geeignet sind, die Bürgerinnen und Bürger für die Leistungen der bildenden und darstellenden Kunst zu interessieren.

Wir werden das Kunsthaus ebenfalls als hervorragende und überregional anerkannte Einrichtung unterstützen.

3.3. Integration

Wir sind und bleiben die Partei für soziale Gerechtigkeit. Wir wollen, dass alle Bevölkerungsgruppen am Gemeinwesen teilhaben und Niemand ausgeschlossen wird.

Deshalb würdigen wir die Integrationsarbeit der Kindergärten, Schulen, Vereine und Verbände vor Ort und befürworten die Zusammenarbeit z. B. mit benachbarten türkisch-deutschen Kulturvereinen.

 

4. Verkehr und Umwelt

Seit 1984 setzt sich der SPD-Ortsverein Hohenlockstedt für ein Verkehrskonzept ein, das den Bedürfnissen der Menschen nach mehr Sicherheit, Ruhe, Begegnungsflächen und Freiräumen für Kinder dienen soll.

4.1. Wir setzen uns ein für die Verwirklichung eines finanziell durchführbaren und vernünftigen Verkehrsplans u. a. mit folgenden Vorschlägen: 

-     Schaffung von ausgewiesenen LKW-Parkplätzen an den Ortsausgängen

-     Weiterführung der Schulwegsicherung und ihre konsequente Berücksichtigung bei der Bau- und Verkehrsplanung, z. B. durch den entsprechenden Ausbau der Leipziger Straße

-     Ausbau der Kreuzung Kieler Straße/Hermann-Löns-Straße/Ridderser Weg zum Kreisverkehr

-     Fortführung des Radwegebaus an den Kreisstraßen

-     Beschränkung der Geschwindigkeit auf 60 km/h auf der Kreisstraße 39 bis Bücken

-     Bau von Abbiegefahrstreifen sowie Beseitigung höhengleicher Kreuzungen der Bundesstraßen 206 und 77 im Kreis Steinburg, z. B. Kreisverkehr am Hungrigen Wolf statt der gefährlichen Kreuzung

4.2. Ein leistungsfähiger öffentlicher Nahverkehr ist für die Bürgerinnen und Bürger Hohenlockstedts und Umgebung unverzichtbar, weil er Energie spart, die Umwelt weniger belastet und Pendler auf ihn angewiesen sind.

Die SPD Hohenlockstedts ist deshalb für den Ausbau der Verbindungen von Hohenlockstedt nach Itzehoe und Wrist sowie die Erweiterung des Hamburger Verkehrsverbundes bis Wrist.

4.3. Umweltpolitik vor Ort heißt für die SPD, die Ziele des Landschaftsplans zu verwirklichen, indem

-     sich die Bauleitplanung strikt  an den Zielen des Landschaftsplans orientiert

-     erhaltenswerte Bäume und Baumgruppen durch Satzung geschützt werden

-     geschützte Landschaftsbestandteile, wie das Trockental bei Hohenfiert, erhalten bleiben und einen  Schutzstatus erhalten

-     die Wälder und der Grüngürtel in der Muna durch Festschreibung in den Bebauungsplänen geschützt werden

-     Natur- und Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen werden, wie z. B. für das Rantzau-Tal und die Peissener Senke

-     gemeindliche Fließgewässer in einen naturnahen Zustand zurückgeführt werden.

Wir treten dafür ein, dass Altlasten aufgespürt und beseitigt werden. Wir sind für die Verwirklichung umweltgerechter Energiekonzepte und einen geringeren Energieverbrauch.

Wir erkenn en an, dass Umweltpolitik nicht gegen die Landwirtschaft gerichtet sein darf, sondern nur im Einvernehmen mit den Landwirten möglich ist.

Mit diesen konkreten Vorstellungen geht die SPD nicht nur in die Wahlkämpfe, sondern vor allem an die Aufgabe, ihre gemeinwohl-orientierte und bürgernahe Politik fortzusetzen und unsere Heimatgemeinde schöner, sicherer und attraktiver zu gestalten.