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Birgit Herdejürgen bei ihrem Referat

Birgit Herdejürgen bei ihrem Referat

Die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft 60plus im SPD-Ortsverein Hohenlockstedt, Ruth Palm, hatte eingeladen und viele Senioren kamen. In der Gaststätte „Stadt Hamburg“ trafen sich mehr als 60 Senioren und weitere interessierte Bürger, um die Ausführungen der Landtagsabgeordneten Birgit Herdejürgen und des Mitglieds in der Gemeindevertretung und im Amtsausschuss Friedrich Kortüm (beide SPD) zu hören und zu diskutieren.

Kortüm wies zunächst auf den Einsatz von Städtebauförderungsmitteln für den Ausbau des Geländes der ehemaligen Fabrik „Bürsten-Schmidt“ und den vorgesehenen Teilausbau der Finnischen Allee hin. Während sich die SPD mit der Mehrheit der CDU-Fraktion für den Ausbau der Finnischen Allee zugunsten einer besseren Schulwegsicherung und einer Verschönerung des Ortsbildes durchsetzen konnte, bedauerte er den Einsatz öffentlicher Mittel für die Sanierung des Schmidt-Gländes in der Bahnhofstraße. Alle Fraktionen hätten jedoch keine andere Möglichkeit gesehen, diesen städtebaulichen Missstand zu beseitigen.

Zur Verwaltungsreform vertrat er die Auffassung, dass der „schwarze Peter“ nunmehr beim Innenminister liege, der an Gesetz und Recht gebunden sei und nur unter Beachtung der Vorschriften der Amtsordnung sowie des Planungsrechts entscheiden dürfe. Die SPD hat sich in der Vertretung leider ohne Erfolg für die Erhaltung der Hohenlockstedter Amtsverwaltung sowie für eine Ausrichtung der Struktur Richtung Itzehoe und Hamburg eingesetzt. Mit der Schaffung zusätzlicher Verwaltungsgrenzen unter Missachtung bestehender Strukturen und der Beseitigung der Amtsverwaltung in einer Großgemeinde mit 6.300 Einwohnern, während wesentlich kleinere Gemeinden wie Breitenburg (ca. 1000 Einwohner) oder Schenefeld (ca. 2.300 Einwohner) unangetastet bleiben sollen, verhalte sich die Mehrheit von CDU und Wählervereinigungen geradezu kontraproduktiv. Die strategischen Ziele der Landesregierung, Professionalität, Bürgernähe und Wirtschaftlichkeit zu optimieren, würden ins Gegenteil verkehrt.

Beide Politiker waren sich in der Bildungs- und Schulpolitik einig. Beide vertraten die Auffassung, dass die Gemeinschaftsschule ein fortschrittliches Konzept sei mit einem zurzeit möglichen Höchstmaß an individueller Förderung. Während Kortüm ausführte, man dürfe Menschen mit verschiedenen Stärken, Schwächen und Eigenschaften nicht in drei Schubladen stecken, betonte Herdejürgen, dass das Konzept Gemeinschaftsschule ein interessantes Angebot im Rahmen eines Kompromisses sei, bei dem letztlich der Elternwille für die Einrichtung ausschlaggebend sein müsse.

Frierich Kortüm

 

 

 
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