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Gut für Fisch und Fischer
Herausgeber: Ulrike Rodust, MdEP am: 12.07.2011, 14:27 Uhr

Vorschläge zur Zukunft der Gemeinsamen Fischereipolitik
Brüssel: Die schleswig-holsteinische SPD-Europaabgeordnete Ulrike Rodust geht davon aus, dass EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki am Mittwoch in Brüssel eine grundlegende Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik vorstellen wird.
Rodust erwartet ein Gesetzespaket, das die bisherige Praxis des Rückwurfs von Beifängen verbietet, die Zentralisierung von Entscheidungen in Brüssel beendet und neue Wege bei der Zuteilung von Fangquoten an Fischereibetriebe geht. „Frau Damanaki hat bereits im Vorfeld bewiesen, dass sie sich von den Gegnern einer nachhaltigen Fischereipolitik nicht vom Kurs abbringen lässt“, zeigt sich die fischereipolitische Sprecherin der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament zuversichtlich angesichts der zu erwartenden Vorschläge der griechischen EU-Kommissarin.
„Jedes Jahr werden weltweit 7,3 Millionen Tonnen Fisch ins Meer zurückgeworfen. Der größte Teil stirbt. Es ist höchste Zeit, dass wir der skandalösen Verschwendung von essbarem Fisch ein Ende bereiten“, begrüßt Rodust das geplante Rückwurfverbot. „Für Sonderfälle wie die Nordseekrabbenfischerei, deren Beifang zum größten Teil den Rückwurf überlebt, werden wir allerdings über Ausnahmeregeln reden müssen."
Auf große Zustimmung bei der Sozialdemokratin stoßen auch Damanakis bereits angekündigte Ideen zur Regionalisierung: “Wichtig ist ein Mentalitätswechsel auf allen Ebenen. Die EU-Kommission hat begriffen, dass nicht jede Netzmaschenweite, jedes Fisch-Mindestmaß und jedes Schutzgebiet in Brüsseler Bürotürmen festgelegt werden kann“, so Rodust. Es sei an der Zeit, dass Regierungen und Behörden nachziehen und begreifen, dass ohne Investitionen in wissenschaftliche Daten die Fischerei langfristig verloren sei. „Auch einige Fischer müssen noch begreifen, dass sie sich wirtschaftlich ihr eigenes Grab schaufelten, wenn sie nicht mithelfen, Überfischung zu beenden, so Rodust weiter.
Den geplanten und bereits heftig im Vorfeld umstrittenen Vorschlägen zu handelbaren Fischereiquoten sieht Rodust mit gemischten Gefühlen entgegen: „Es ist richtig, dass es einerseits an vielen südeuropäischen Küsten zu viele Fischer gibt. Handelbare Quoten würden es ihnen erlauben, mit einer Entschädigung aus ihrem Beruf aussteigen zu können. Aber wir müssen andererseits aufpassen, dass wir unsere Kleinfischerei nicht kaputt machen. Ich gehe davon aus, dass wir an dieser Stelle nachbessern werden müssen“, kündigt die Sozialdemokratin an. Abschließend macht Rodust deutlich: „Eine gute Fischereipolitik wird es nur geben, wenn wir alle an einem Tampen ziehen. Politik und Verwaltung müssen die Fischer ins Boot holen. Denn wir machen diese Reform, damit die Europäische Fischerei eine Überlebenschance hat!“

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