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Vorstellungsrunde der SPD-Bewerber für den Wahlkreis Steinburg-West in Herzhorn
Herausgeber: SPD-Kiebitzreihe am: 12.08.2011, 12:54 Uhr

Am Dienstag, den 02.08., stellten sich die drei SPD-Bewerber um das Direktmandat im Wahlkreis Steinburg-West bei den Ortsvereinen im Amtsbereich Horst-Herzhorn vor.
Klaus-Dieter Fox, Ortsvereinsvorsitzender von Herzhorn, konnte knapp 20 interessierte Genossinnen und Genossen in der Gaststätte „Zur Linde“ begrüßen. Zunächst stellten sich die Kandidatin und die zwei Kandidaten kurz selbst vor.

Den Anfang machte Jürgen Klein aus Hohenlockstedt, Kreistagsmitglied und OV-Vorsitzender. Seine politischen Schwerpunkte liegen im Bereich der Wirtschafts- und Strukturpolitik. „Der demographische Wandel stellt vor allem den ländlichen Raum vor große Probleme, die durch eine durchdachte Strukturpolitik in Angriff genommen werden müssen. Um mehr Geld für solche Dinge zu bekommen, muss geprüft werden, wo sich Verwaltungsstrukturen straffen und wo Subventionen eingespart werden können“, so Jürgen Klein.

Anschließend stellte sich Stefan Bolln aus Barmstedt vor, Mitglied im SPD-Landesvorstand und Kandidat bei der letzten Landtagswahl. Seine politischen Schwerpunkte sind die Energie- und Umweltpolitik und der Bereich ländliche Räume. „Die Energiewende und die Finanzdiskussionen werden die nächste Legislatur prägen. Dabei dürfen wir den ländlichen Raum nicht vergessen, so sind z.B. Fördermittel für Gebäudesanierungen gleichzeitig auch immer Fördermittel für das örtliche Handwerk“, so Stefan Bolln.

Als Drittes konnte Ilona Adamski aus Kremperheide, stellv. Kreispräsidentin und Mitglied im Kreistag und SPD-Kreisvorstand, für sich werben. Ihre politischen Schwerpunkte sind die Bildungs- und Sozialpolitik. „Die Gelder des Landeshaushaltes müssen sozialer verteilt werden“, fordert Ilona Adamski. Auch muss genug Geld für die wichtigen Infrastrukturprojekte, wie den Bau der A20 und die Erweiterung des Nord-Ostsee-Kanals bereitgestellt werden, da diese für die Wirtschaft an der Westküste immanent wichtig sind.

Im Anschluss an die Vorstellungsrunde wurde noch viele Fragen zu den Zielen und Arbeitsvorhaben gestellt, u.a. zum Thema Bildungspolitik und Schulchaos, Maßnahmen gegen das Ausbluten der ländlichen Räume, der ÖPNV-Versorgung und HVV-Beitritt des Kreises Steinburg, sowie zur möglichen, vom Land erzwungenen Kreisfusion, die alle drei Bewerber für nicht sinnvoll halten.

Große Einigkeit herrschte auch in Bezug auf die schwarz-gelben Pläne für Glücksspiel-Mekka Schleswig-Holstein. „Es ist unmoralisch sich an der Sucht anderer zu bereichern. Des Weiteren wird ein Wettbewerb der Länder untereinander um die günstigsten Steuersätze für dieses Gewerbe eingeläutet; eine gemeinsame Linie zur Eindämmung des Glückspiels und seiner Gefahren ist wichtiger. Einem solchem Gesetzentwurf würden wir als Landtagsabgeordnete nicht zustimmen“, befanden Adamski, Bolln und Klein übereinstimmend.

Die Delegierten der Ortsvereine haben am 27.08. auf der Wahlkreiskonferenz die Wahl, wer der Drei ins Rennen um das Direktmandat im Wahlkreis Steinburg-West geht. Und es ist eine Wahl mit Auswahl.

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