„EU-Fischfang vor Westafrika muss fair und nachhaltig sein“

Veröffentlicht am 12.05.2011, 14:03 Uhr     Druckversion

Maria Damanaki und Ulrike Rodust Europäisches Parlament verabschiedet Resolution zu Fischereipartnerschaftsabkommen mit Mauretanien
Straßburg: Bei den Verhandlungen über das neue Fischereipartnerschaftsabkommen zwischen der EU und Mauretanien müssen umwelt- und entwicklungspolitische Aspekte stärkere Beachtung finden, als das in der Vergangenheit der Fall war. Das machte die sozialdemokratische Europaabgeordnete Ulrike Rodust am Donnerstag in Straßburg deutlich.
„Mit der nun verabschiedeten Resolution stellen wir Sozialdemokraten bereits jetzt klar, dass wir dem neuen Abkommen nur zustimmen können, wenn es entwicklungs- und umweltpolitisch sinnvoll ist“, erklärte Rodust. Die Verhandlungen über das neue Fischereipartnerschaftsabkommen sollen im Juni beginnen, da das bisherige Abkommen im Juli 2012 ausläuft. „Nach den Vorgaben durch den Lissabon-Vertrag kann das Nachfolgeabkommen nur bei Zustimmung des Europäischen Parlaments in Kraft treten“, erläuterte die fischereipolitische Koordinatorin der S&D-Fraktion.

Das Abkommen zwischen der EU und Mauretanien gilt aus finanzieller und fischereipolitischer Sicht als das wichtigste Fischereiabkommen der EU mit einem Drittland: „Für uns bedeutet das einerseits Verantwortung zu tragen gegenüber den Fischern aus zwölf europäischen Ländern, die derzeit Zugangsrechte zu den Fischgründen Mauretaniens haben. Andererseits muss endlich Schluss sein mit EU-Fischereiaktivitäten, die zur Überfischung beitragen und dem lokalen Fischereisektor schaden“, betonte Rodust.

Mit der jetzt angenommenen Resolution legt das Europäische Parlament der EU-Kommission seine Forderungen und Bedingungen für eine Zustimmung zum neuen Abkommen vor.

Homepage: Ulrike Rodust, MdEP


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